Die FRIES Kunststofftechnik GmbH setzt auf eine Vier-Säulen-Strategie, unterteilt in die Geschäftsbereiche Industrieverpackungen, Gastro-Spülkörbe, Industriekörbe und Werkstückträger sowie technische Formteile. Sie ist das Fundament für die Stabilität des Unternehmens, das seit 70 Jahren ausschließlich in Vorarlberg hochwertige Kunststoffprodukte entwickelt und produziert. Starkes Wachstum in den letzten Jahren und Rekordumsatz im Wirtschaftsjahr 2024 stehen für die kontinuierliche Weiterentwicklung. „So wuchs die Anzahl der Mitarbeitenden seit 2019 kontinuierlich,“ sagt Gerhard Bertsch, Geschäftsführung. „Jetzt haben wir endgültig unsere Kapazitätsgrenze erreicht.“

 

Neues Büro- und Produktionsgebäude

Die FRIES Kunststofftechnik GmbH plant daher den Ausbau des Firmensitzes am Standort Sulz. Noch im Frühjahr 2026 soll mit der Errichtung eines neuen Büro- und Produktionsgebäudes auf knapp 4500 Quadratmetern begonnen werden. Die Bauzeit insgesamt wird mit zwei Jahren beziffert. „Wir bekennen uns mit diesem Größensprung weiterhin klar zum Standort Sulz und trotzen dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld“, erklärt Bertsch. Allerdings nicht ohne eventuelle Vorsorgemaßnahmen, etwa die Lieferketten-Situation betreffend. „Durch die Erweiterung der Silos und einer größeren Lagerkapazität sind wir unabhängiger und beugen vor.“

 

Umweltbewusst und nachhaltig

Jährlich werden im Werk in Sulz rund 5.000 Tonnen Kunststoff verarbeitet. Bei allen Produkten handelt es sich um umweltschonende Mehrweglösungen. Hinzu kommen ein reduzierter Materialeinsatz und ein steigender Recyclinganteil, der das nachhaltige und verantwortungsbewusste Handeln von FRIES Kunststofftechnik GmbH unterstreicht. Dieses setzt sich auch im Neubau des Büro- und Produktionsgebäudes fort. Das Dach wird komplett für die Stromerzeugung genutzt und mit Photovoltaik-Modulen mit 105 kW/P Leistung bestückt. Die gewonnene Energie ist unter anderem mit der Industriewärmepumpe verbunden. Diese wird vorwiegend für die Kühlung eingesetzt. Der Solarstrom steht aber auch für mehr Planungssicherheit während möglicher Energiekrisen. „Unsere Investition in die Infrastruktur in Höhe von 12 Millionen Euro leistet zudem einen wichtigen Beitrag für die regionale Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze.“, legt Geschäftsführer Gerhard Bertsch bewusst Wert auf die Ausführung durch regionale Betriebe.

Großer Sozialraum mit Terrasse

In die neue Produktionshalle werden neben der Spritzgießerei auch der Werkzeugbau und die Korbmontage übersiedeln. Ein automatisierter Paletten-Transport erleichtert die Anlieferung, den Weiter- und den Abtransport. Mit einer Größe von 3000 Quadratmetern ist außerdem noch genug Kapazität für weiteres Wachstum miteingerechnet. Das gilt auch für die Büros. „Wir sind trotz der schwächelnden Konjunktur gut aufgestellt“, blickt Bertsch optimistisch auf die Herausforderungen in den nächsten Jahren. Dass sich die FRIES Kunststofftechnik GmbH auch als Arbeitgeber sehen lassen kann, zeigen die Prädikate, die das Unternehmen trägt: „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“, „Vorarlbergs erfolgreichstes Familienunternehmen“ und „Familienfreundlicher Betrieb“. Sie machen sichtbar, dass das Wohl der Belegschaft an oberster Stelle auf der Prioritätenliste steht. Der große Sozialraum mit Terrasse, der im Neubau des Bürotraktes entsteht, ist eine weitere Maßnahme, um den Wohlfühlfaktor zu erhöhen.